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Dr. Martin Fetscher

Dr. Angelika Linke

Maria Jerakis

Solène Wollmann

Fachärzte für Augenheilkunde

Ambulante Operationen

im OP Zentrum Cité

 

 

Dr. Martin Fetscher

Dr. Angelika Linke

Maria Jerakis

Solène Wollmann

Fachärzte für Augenheilkunde

Ambulante Operationen

im OP Zentrum Cité

 

 

Altersbedingte Maculadegeneration

Feuchte Maculadegeneration
Trockene Maculadegeneration


Unter einer AMD versteht man eine Veränderung des Netzhautbereiches, der für das scharfe Sehen verantwortlich ist. Dieser Bereich wird Punkt des schärfsten Sehens oder "Macula" genannt. Er ist für über 90 % unserer Seheindrücke verantwortlich.
Die durch eine altersbedingte Maculadegeneration hervorgerufenen Sehbeeinträchtigungen betreffen immer die Mitte des Blickfeldes, so dass gerade die Objekte, die ein AMD Patient genauer betrachten will, nicht mehr richtig dargestellt werden.

Oft wird eine Sehverschlechterung nicht bemerkt, da zunächst nur ein Auge erkrankt ist und das gesunde Auge den Sehverlust des erkrankten Auges ausgleicht. Leider kommt es in einigen Fällen jedoch innerhalb von fünf Jahren auch zu einer Erkrankung am anderen Auge.

Man unterscheidet zwei Arten der altersbedingten Maculadegeneration. Die trockene und die feuchte AMD.

Um rechtzeitig feststellen zu können, ob Sie an einer der verschiedenen Formen der Maculadegeneration erkrankt sind, ist es sinnvoll, sich regelmäßig untersuchen zu lassen. Neben der Untersuchung des Augenhintergrundes an der Spaltlampe können wir mittels neuester Technik, der optischen Kohärenztomographie (OCT) und der Fluoreszenzangiographie, frühzeitig eine Erkrankung feststellen, ein Voranschreiten dokumentieren und ggf. die nötige Behandlung, z. B. IVOM einzuleiten.

Risikofaktoren und Ursachen der Erkrankung

Im Rahmen von degenerativen Prozessen und altersbedingten Veränderungen funktioniert ab einem gewissen Alter der Stoffwechsel dieses hochaktiven Lesezentrums nur noch eingeschränkt und Abfallprodukte werden in der Makula eingelagert. Diese so genannten „Drusen“ verschlechtern den Stoffwechsel und es kommt zur vermehrten Bildung schädlicher Substanzen (Lipofuszin und freie Radikale) welche zum Absterben der sensiblen Nervenzellen in der Macula führen. Durch das eingeleitete Einwachsen von Blutgefäßen und damit verbundenen Wassereinlagerungen oder Blutungen kann es innerhalb von Tagen zu einer deutlichen Sehverschlechterung bis hin zur Erblindung kommen.

Eine familiäre Veranlagung, genetische Faktoren und verschiedene Risikofaktoren, wie das Rauchen, hoher Blutdruck sowie Kreislauferkrankungen erhöhen das Risiko, an einer AMD zu erkranken. Umweltfaktoren wie UV-Licht und jahrzehntelange ungeschützte Bestrahlung des Auges mit Sonnenlicht erhöhen die Erkrankungswahrscheinlichkeit zusätzlich.

Verschieden Formen der AMD

Die trockene AMD, unter der der größte Teil mit 80% der Betroffenen leidet, zeichnet sich durch einen schleichenden Beginn und einem oft jahrzehntelangen Verlauf mit langsam fortschreitender Sehverschlechterung aus.

An der feuchten AMD leiden lediglich circa 20 % der Patienten. Sie ist die aggressivere, gefährlichere Form und entwickelt sich zumeist aus einer trockenen AMD durch das Einwachsen von krankhaften Blutgefäßen. Sie kann schnell zu einer deutlichen Sehverschlechterung und sogar zur Erblindung führen.

Behandlungsmöglichkeiten

Die trockene Makuladegeneration ist derzeit noch nicht heilbar, sie ist aber die sanftere Form der Erkrankung und schreitet meist nur langsam voran.

Vor allem die Vermeidung von Risikofaktoren (siehe oben), eine gesunde ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung an der frischen Luft sind wichtige Faktoren, um den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen.

Im Frühstadium der feuchten Makuladegeneration ist eine Behandlung seit geraumer Zeit möglich. Gefäßneubildungen unter der Netzhaut (subretinale choroidale Neovaskularisationen) können medikamentös (IVOM) zur Rückbildung überführt oder zumindest gebremst und damit positiv beeinflusst werden.

Mittlerweise stehen für die Behandlung der feuchten Form der Makuladegeneration Medikamente zur Verfügung, die direkt in den Glaskörper des Auges operativ eingegeben werden, die sog. IVOM-Behandlung (intravitreale okuläre Medikamenteneingabe). Diese vielversprechenden Medikamente (z. B. Bevacizumab (Avastin®), Aflibercept (Eylea®), Ranibizumab (Lucentis®) hemmen durch Blockade von speziellen Wachstumsfaktoren (VEGF, Vascular Endothelial Growth Factor) die Neubildung und Durchlässigkeit solcher krankhaften Gefäße. In vielen Fällen kommt es zur Verlangsamung der Sehverschlechterung, z.T. zum Stillstand oder sogar zur Rückbildung von Schwellungen und Gefäßneubildungen und damit zu einer Verbesserung der Sehschärfe. Eine IVOM-Behandlung beinhaltet zunächst drei weitgehend schmerzfreie Injektionen im Abstand von 4-6 Wochen und sollte nach engmaschigen Kontrollen bei einer erneuten Sehverschlechterung zeitnah wiederholt werden.

IVOM-Behandlung (intravitreale operative Medikamenten­eingabe)

Aus Sterilitätsgründen werden IVOM Behandlungen nur im OP durchgeführt.

Nach örtlicher Betäubung mit Augentropfen erfolgt eine schmerzfreie, schonende Medikamentengabe in den Glaskörper mit Hilfe einer Spritze.

Nach der Kontrolluntersuchung am nächsten Tag erfolgt die nächste IVOM Behandlung nach 4-6 Wochen, bzw. eine Abschlussuntersuchung nach vier Wochen. Weitere regelmäßige Kontrolluntersuchungen nach Abschluss der Behandlung und ein sofortiges Aufsuchen des Augenarztes bei erneuter Sehverschlechterung sichern den Erfolg und die anhaltende Stabilisierung des Befundes.